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Warum Backup & Recovery 2026 neu bewertet werden müssen
Stefan Hedwig
28. April 2026

Warum Backup & Recovery 2026 neu bewertet werden müssen

Der aktuelle BSI-Lagebericht 2025 ist eindeutig:

„Die IT-Sicherheitslage bleibt weiterhin auf angespanntem Niveau.“ (1)

Im Berichtszeitraum hat der BSI 950 Ransomware-Angriffe auf deutsche Organisationen erfasst. (2) Parallel analysierte ENISA in ihrer Threat Landscape 2025 insgesamt 4.875 Cybervorfälle in Europa. (3) Die Botschaft dahinter: Angriffe bleiben an der Tagesordnung – und Wiederherstellung wird zum geschäftskritischen Faktor.

Für Unternehmen ist das ein klares Signal: Cyberresilienz wird nicht an Prävention allein gemessen, sondern an der Fähigkeit, den Betrieb auch nach einem Vorfall handlungsfähig zu halten.

Backup ist heute Recovery – nicht nur Datensicherung

Backup wurde lange vor allem als technische Routine verstanden:

  • Daten sichern
  • Aufbewahrungsfristen erfüllen
  • Systeme absichern

2026 reicht das nicht mehr aus. Entscheidend ist nicht mehr nur, ob Daten gesichert sind, sondern ob sich kritische Systeme und Informationen nach einem Vorfall schnell und geordnet wiederherstellen lassen.

Wenn zentrale Systeme ausfallen, steht nicht nur Infrastruktur still. Dann geraten auch Prozesse, Service, Kommunikation und Lieferfähigkeit unter Druck.

Backup wird damit vom IT-Werkzeug zum Resilienzfaktor.

Ransomware, Komplexität und NIS-2 erhöhen den Druck auf Backup-Strategien

Dass das Thema an Gewicht gewinnt, hat drei konkrete Gründe:

1. Ransomware bleibt eine Hauptbedrohung: Das BSI beschreibt Ransomware und Datenleaks als „gegenwärtig die größte cyberkriminelle Bedrohung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft“. (4)

2. IT-Umgebungen sind komplexer geworden: Daten liegen heute verteilt über Rechenzentrum, Cloud, virtuelle Maschinen, Endgeräte und SaaS-Dienste. Das macht Wiederherstellung anspruchsvoller als klassische Datensicherung.

3. NIS-2 macht Resilienz formaler und überprüfbarer: Das deutsche NIS-2-Umsetzungsgesetz ist am 6. Dezember 2025 in Kraft getreten. (5) Rund 29.500 Unternehmen müssen laut BSI prüfen, ob sie zu den beaufsichtigten Einrichtungen gehören. Backup und Wiederherstellung rücken damit stärker in den Kontext von Risikomanagement und Nachweisbarkeit.

Backup-Lösungen müssen Wiederherstellung beherrschbar machen

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr nur: Gibt es ein Backup?

Sondern:

  • Lassen sich kritische Systeme schnell wiederherstellen?
  • Sind geschäftskritische Daten priorisiert?
  • Bleibt die Lösung auch im Alltag beherrschbar?
  • Funktioniert sie über hybride IT-Umgebungen hinweg?

Genau daran zeigt sich, ob Backup nur vorhanden ist – oder ob es im Ernstfall trägt.

Bei der Auswahl der Backup-Lösung zählen Praxis und Verlässlichkeit

Wer heute in Backup & Recovery investiert, bewertet deshalb nicht mehr nur Preis und Funktionsliste. Wichtiger wird:

  • wie zuverlässig eine Lösung im Alltag funktioniert
  • wie gut sie unterschiedliche Anforderungen abdeckt
  • wie verlässlich der Anbieter im laufenden Betrieb auftritt

Wenn Backup heute mehr leisten muss als je zuvor, woran erkennt man gute Lösungen?
Lesen Sie die Antwort darauf im nächsten Blog-Beitrag.