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NAS Tuning: Noch mehr Geschwindigkeit dank SSD-Cache?
Jan Küpper
28. July 2021

NAS Tuning: Noch mehr Geschwindigkeit dank SSD-Cache?

SSD-Cache verwenden – Was heißt das?

SSD-Cache zu verwenden bedeutet, dass neben den normalen HDDs, die ohnehin betrieben werden, zusätzlich noch ein oder zwei separate SSDs in das NAS eingebaut werden. Auf diesem Weg können Sie in kürzester Zeit Ihren Speicherplatz vergrößern.

Auf diese extra SSDs werden mit der Zeit alle kleineren Dateien kopiert, die sehr häufig verwendet werden. Dadurch wird die Zugriffsleistung auf die sogenannten “Hot Data”, also die Dateien auf die immer wieder zugegriffen wird, gesteigert.

Für ein besseres Verständnis, stellen Sie sich vor, dass sich der SSD-Cache zwischen dem RAM des eigenen NAS und den eigentlichen Festplatten befindet. Dadurch ist der Weg für die Berechnungen kürzer und der Zugriff auf die Hot Data schneller, da SSDs auch generell leistungsstärker sind als HDDs.
Aufgrund der stärkeren Leistung und zahlreicher weiterer Vorteile sind SSDs an sich allerdings teuer in der Anschaffung. Der SSD-Cache bietet in der Theorie also die Möglichkeit an, die Vorteile dieser Technologie zu nutzen, ohne dass gleich alle Festplatteneinschübe des eigenen NAS mit teureren SSDs ausgefüllt werden müssen.

Welche unterschiedlichen Versionen von SSD-Cache gibt es?

Lese-Cache:
Wie die Namen es schon zeigen, beschleunigt der “Lese-Cache” nur das Lesen von Dateien, also das Öffnen ohne größere Bearbeitung. Dafür reicht eine SSD aus.

Lese-/Schreib-Cache:
Der Lese-/Schreib-Cache verleiht dem Lesen und Schreiben mehr Geschwindigkeit. Besonders praktisch wenn es um das Bearbeiten häufig genutzter Dateien geht, denn auch dieses wird durch den Lese/Schreib-Cache massiv beschleunigt. . Anders als für den reinen Lese-Cache wird allerdings nicht nur eine, sondern zwei SSDs benötigt.
Wann macht SSD Cache Sinn? Ein Beispiel aus der Praxis
In der Praxis macht SSD Cache in erster Linie dann Sinn, wenn das NAS als Dateiserver benutzt wird. Je mehr gleichzeitige Benutzer verbunden sind und auf kleine Dateien zugreifen, desto größer ist die Leistungssteigerung. SSD Cache hilft außerdem bei der Virtualisierung mit dem Virtual Machine Manager und bei der Verwendung der Schnappschuss-Technologien. Auch regelmäßige Datensicherungsaufgaben von Endgeräten mit Active Backup werden durch den SSD Cache beschleunigt, genauso wie Datenbanken und E-Mail-Dienste.

Es wird relativ schnell klar: Hier handelt es sich um fortgeschrittene Anwendungsbereiche, weshalb das ganze nicht für jeden Einsteiger geeignet ist. Deshalb kann man einen SSD Cache auch nur einbauen, wenn mindestens eine DS620slim oder eine DS420+ im Einsatz ist.
Es schadet grundsätzlich nicht, sich über das Thema SSD-Cache zu informieren und dies natürlich auch beim Kauf des nächsten NAS zu berücksichtigen.

Welche SSDs können verwendet werden?

Je nachdem, welches Synology NAS im Einsatz ist, kann diese “verschlankt” werden:
– Die M.2 SSDs sind sehr schnell und gleichzeitig Platz sparend
– Alternative kann man auch die “normale” 2,5 Zoll SSD verwenden

Um festzustellen, welche Marken und Größen mit dem jeweiligen NAS verwendet werden können, hilft ein Blick auf die Kompatibilitätsliste.

Ebenfalls sollte noch mit entschieden werden, wie viel Kapazität die SSD haben muss. Der SSD Cache-Berater hilft hierbei und ist auffindbar im Speichermanager in DSM. Dort kann man das Hauptvolumen auswählen und eine Analyse der Daten der letzten Wochen starten. Nach ein paar Minuten erhält man dann genaue Angaben darüber, wie viel “Hot Data” sich auf dem eigenen Server befindet und wie groß dementsprechend der SSD Cache sein könnte.

Weitere Details zu SSD-Cache

Was ist die empfohlene Mindestgröße für meinen SSD-Cache?

Zum Synology NAS-Berater und das passende NAS finden