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Professionelle Videoüberwachung: 6 Aspekte, die Sie beachten sollten
Stefan Hedwig
29. Januar 2024

Professionelle Videoüberwachung: 6 Aspekte, die Sie beachten sollten

Der Markt für Videoüberwachungssysteme wächst rasant und Unternehmen stehen vor einer überwältigenden Auswahl an Optionen von zahlreichen Anbietern. Angesichts der Tatsache, dass Videoüberwachungssysteme aber meist Investitionen sind, die Jahrzehnte im Einsatz belieben sollen, ist es umso wichtiger die Auswahl sorgfältig zu prüfen. Folgend erhalten Sie 6 wichtige Aspekte, die Sie unbedingt beachten sollten, damit Sie die professionelle Videoüberwachung finden, die für Ihre spezifischen Unternehmensanforderungen passt. So können Sie langfristig eine effektive Sicherheitsstrategie aufbauen und gleichzeitig Kosten und Aufwand minimieren.

1. Kompatibilität

Bei der Auswahl eines Video-Management-Systems (VMS) sollte die Kompatibilität der Kameras und anderer bestehender Systeme oberste Priorität haben. Denn eine unzureichende Kompatibilität führt letztlich dazu, dass sie sich an bestimmte Anbieter binden. Das wiederum kann zukünftige Erweiterungs- und Upgrade-Optionen erheblich einschränken und zu deutlich höheren Langzeitkosten führen.

Ein ideales VMS sollte das ONVIF-Protokoll unterstützen. Damit können Benutzer zwischen mehr Kameras und mehr Anbietern wählen und sind somit auch langfristig flexibel.

Darüber hinaus ist auch entscheidend, die Häufigkeit von Kompatibilitäts-Updates zu berücksichtigen. Wählen Sie einen Anbieter, der seine Kompatibilitätsliste regelmäßig aktualisiert, wobei vierteljährliche Updates der Standard sind, um die Kompatibilität mit neu veröffentlichten Kameras zu gewährleisten.

Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn der VMS-Anbieter Webkook-Tools unterstützt. Diese erlauben es Unternehmen, Daten von Drittanbietern zu senden und auch zu empfangen. So können verschiedene I/O-Module und Geräte verwendet und das VMS auch in ein bestehendes System integriert werden.

2. Dashboard

Ein intuitives und funktionales Dashboard ist ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl eines VMS. Das Sicherheitspersonal benötigt einen schnellen Zugriff auf wichtige Informationen wie Live-Video-Feeds, Aufzeichnungen, Kamera-Layouts und Ereignisbenachrichtigungen, um bei einem Notfall sofort handeln zu können. Nicht alle VMS können diese wichtigen Informationen auf einem einzigen Dashboard präsentieren, was wiederum zu längeren Reaktionszeiten in Notfällen führen kann.

3. Zentralisiertes Management

Wenn Unternehmen expandieren, sollte ihr VMS in der Lage sein, mit ihren wachsenden Bedürfnissen zu skalieren. Ein dritter entscheidende Faktor bei der Wahl des passenden Videoüberwachungssystem ist daher die Fähigkeit, mehrere Standorte von einer zentralen Schnittstelle aus überwachen und verwalten zu können. Das vereinfacht den Managementprozess und ermöglicht Unternehmen eine einheitliche Sicht auf alle ihre Sicherheitsoperationen.

4. Berechtigungsmanagement

Ein weiterer kritischer Aspekt der Videoüberwachung ist das Berechtigungsmanagement. Wenn das effektiv durchgeführt wird, hilft es, Datenverletzungen und unbefugten Zugriff zu verhindern. Ein ideales VMS sollte daher ein objektorientiertes Berechtigungsmanagement unterstützen. Damit können Administratoren granular einzelnen Benutzern Kamera-, Aufnahme- und Systemberechtigungen zuweisen. Das stellt sicher, dass nur autorisiertes Personal auf das System und sensible Daten zugreifen kann, wodurch das Risiko von Verstößen und Datendiebstahl reduziert wird. Durch diese Funktion können Administratoren verschiedenen Benutzern schnell spezifische Verantwortlichkeiten zuweisen und gleichzeitig ihren Zugriff auf andere Systemfunktionen beschränken. Vor allem in großen Organisationen mit mehreren Standorten und vielen Kameras ist der Zugriff auf Rollendelegation entscheidend.


Es ist ebenso entscheidend für ein VMS, dass es die Integration mit der bereits vorhandenen Identitätsmanagementlösung des Unternehmens, egal ob es sich um Windows AD oder eine LDAP-basierte Lösung handelt. Eine ordnungsgemäße Integration vereinfacht die Berechtigungsverwaltung enorm, reduziert das Risiko von Datenverletzungen und hilft, die Privatsphäre und Sicherheit sowohl von Einzelpersonen als auch des gesamten Unternehmens zu schützen.

5. Failover-Unterstützung

Bei der Auswahl eines VMS ist es entscheidend, integrierte Failover-Unterstützung zu berücksichtigen. Dies ermöglicht den automatischen Wechsel zu einem Backup-Server, falls der aktive Videoüberwachungs-Server ausfällt. Dadurch werden lange Ausfallzeiten und kostspielige Systemausfälle verhindert und ein unterbrechungsfreier Betrieb gewährleistet. Daher sollten Failover-Unterstützung und -Richtlinien direkt von Anfang an ordnungsgemäß geplant und implementiert werden. Zudem empfiehlt es sich, Failover-Richtlinien wie 1+1 und N+M zu vergleichen, um die kosteneffektivste Lösung für die eigenen Bedürfnisse bestimmen zu können.

6. Langfristige Kosten

Wenn Sie Videoüberwachungssysteme vergleichen, ist es essenziell die Gesamtbetriebskosten zu verstehen, damit Sie nicht von unvorhergesehenen Betriebs- und Servicekosten überrascht werden. Obwohl vielen bewusst ist, dass die mit einem Videoüberwachungssystems verbundenen Kosten über die Anschaffungskosten hinausgehen, könnten sie überrascht sein zu erfahren, dass die Gesamtkosten für den Betrieb und die Wartung von Videoüberwachungstechnologie vor Ort ein Vielfaches des ursprünglichen Kaufpreises des Systems betragen können, insbesondere wenn IT-Server beteiligt sind.

Welches Videoüberwachungssystem passt zu Ihren Bedürfnissen?

Um eine fundierte Entscheidung zu treffen und eine Überwachungslösung auszuwählen, die den spezifischen Anforderungen und Budgetbeschränkungen Ihres Unternehmens entspricht, sollten die oben erwähnten 6 Faktoren sorgfältig berücksichtigt werden. 

Synology bietet mit Surveillance Station ein umfassendes und flexibel skalierbares Videoüberwachungssystem an. Es ist kompatibel mit über 8.300 Kameras von mehr als 140 Marken und unterstützt eine breite Palette von Kameras und anderen Geräten über ONVIF, RTSP und generische APIs sowie Webhook-Tools. Das System erlaubt die zentrale Verwaltung von bis zu 10.000 Kameras über verschiedene Standorte hinweg und integriert Failover- und Hochverfügbarkeitsunterstützung. Zudem ist ein fein abgestimmtes Berechtigungsmanagement implementiert. Alle Details zu Synology Surveillance Station finden Sie hier.

 

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