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Was ist ein Backup? Backup vs. Synchronisierung, RAID und NAS
Stefan Hedwig
7. Juli 2026

Was ist ein Backup? Backup vs. Synchronisierung, RAID und NAS

Ein Backup ist eine zusätzliche Kopie Ihrer Daten auf einem separaten Datenträger, die im Ernstfall – etwa nach einem Defekt, einer Cyberattacke oder versehentlichem Löschen – eine vollständige Wiederherstellung ermöglicht. Trotzdem sichern noch immer viel zu wenige ihre Daten regelmäßig, dabei ist ein Backup heute kein Hexenwerk mehr. Wer einmal verstanden hat, welche Methoden, Möglichkeiten und Abgrenzungen es gibt, findet leicht die passende Lösung für den eigenen Bedarf – und lebt danach spürbar entspannter.

1. Warum sind Backups wichtig?

Laut dem aktuellen BSI-Lagebericht zur IT-Sicherheit in Deutschland 2025 wurden durchschnittlich 280.000 neue Schadprogramm-Varianten pro Tag registriert, zusätzlich erfasste das BSI 950 Ransomware-Angriffe auf deutsche Organisationen (1). Aber nicht nur Ransomware und Co. verursachen Datenverlust: Handys gehen verloren, externe Festplatten fallen runter, Dateien werden versehentlich gelöscht. Insgesamt haben bereits 42 % der Deutschen (2) schon einmal elektronisch gespeicherte Daten verloren – trotzdem macht gerade einmal ein Viertel der Deutschen seltener als einmal im Jahr ein Backup. Dabei ist eine nachträgliche Datenrettung teuer, ein regelmäßiges Backup dagegen günstig und planbar.

Um das Risiko eines Datenverlustes mit hohen finanziellen und emotionalen Folgen zu minimieren, benötigen Sie ein wirksames Backup.

2. Welche Backup-Methoden und -Möglichkeiten gibt es?

Der Begriff Backup (dt. Datensicherung) bezeichnet die Speicherung von Daten auf einem weiteren Datenträger, um Datenverlust vorzubeugen. Eine Datensicherung kann automatisch per Software oder manuell durch den Anwender erfolgen.

5 gängige Backup-Methoden

  1. Vollständige Sicherung (Full Backup): Alle Daten werden komplett kopiert – hoher Speicherbedarf, aber schnelle und einfache Wiederherstellung.
  2. Inkrementelle Sicherung: Nur die seit dem letzten Backup geänderten Daten werden gesichert – spart Zeit und Speicherplatz.
  3. Differenzielle Sicherung: Es werden alle Änderungen seit der letzten Vollsicherung gespeichert – schnellere Wiederherstellung als bei der inkrementellen Methode.
  4. Spiegelung (Mirror-Backup): Eine exakte, meist in Echtzeit aktualisierte Kopie der Daten – ohne Versionierung älterer Stände und in nur eine Richtung.
  5. Snapshot: Ein Zustand des gesamten Systems oder Datenträgers zu einem bestimmten Zeitpunkt, in Sekunden erstellt und wiederherstellbar.

3 Möglichkeiten, ein Backup zu erstellen

  1. In die Cloud
  2. Auf externe Festplatten
  3. Mit einem NAS
Frau erstellt manuell ein Backup von ihrem Laptop auf eine externe Festplatte

Das Cloud-Backup findet in vielen Unternehmen Anwendung. Nutzerfreundlichkeit und flexibel erweiterbarer Speicherplatz sind die Hauptgründe für die Beliebtheit. Viele Privatnutzer hingegen nutzen Cloud-Lösungen überwiegend zur Synchronisierung statt für ein echtes Backup – der wichtige Unterschied dazu folgt in Abschnitt 3. Ein Backup erstellen Privatanwender daher eher noch manuell per Drag & Drop auf externe Festplatten.

Eine dritte Möglichkeit ist ein lokales NAS-System – als kleines Modell fürs Zuhause (z. B. Synology DS225+) oder als Rack-Server (z. B. Synology RS3626xs) fürs Unternehmen. Mit der passenden Backup-Software lassen sich Daten automatisch von allen Geräten zentral im RAID-Verbund sichern. Da die Daten lokal gespeichert werden, bleibt die volle Datenhoheit beim Nutzer – bei flexiblem Remote-Zugriff wie in der Cloud. NAS-Systeme, wie die von Synology, bringen zudem eine vollständige Backup-Software ohne zusätzliche Kosten bereits ab Werk mit.

3. Was ist der Unterschied zwischen Backup und Synchronisierung?

Synchronisierung und Backup lassen sich in vier wesentlichen Punkten voneinander unterscheiden:

  1. Zeitraum: Eine Synchronisierung findet permanent statt – ändert ein Nutzer Daten z. B. auf seinem PC, ändern sich diese unmittelbar auch in der Cloud bzw. auf dem NAS. Ein Backup wird dagegen immer zu einem festgelegten Zeitpunkt durchgeführt, z. B. jeden Abend um 19 Uhr; Änderungen werden also nicht sofort, sondern erst zum nächsten geplanten Backup übertragen.
  2. Vorgangsrichtung: Bei einer Synchronisierung werden Datenänderungen auf einem der beiden Geräte sofort auf das jeweils andere übertragen – egal, auf welcher Seite etwas verändert wurde (beidseitige Synchronisierung, Two-way-Sync). Das ist hilfreich, wenn der Datenbestand an zwei Standorten automatisiert identisch gehalten werden soll, obwohl unterschiedliche Nutzer remote arbeiten. Ein Backup läuft dagegen immer nur in eine Richtung: Gerät 1 sichert die Daten zu Gerät 2.
  3. Dateiformat: Bei der Synchronisierung bleiben die Dateiformate in Quelle und Ziel identisch – zehn JPGs auf dem PC werden auch als zehn JPGs in die Cloud oder auf das NAS übertragen. Ein Backup läuft dagegen häufig in einem komprimierten Container: Aus den zehn JPGs wird eine einzige, komprimierte Container-Datei. Das spart erheblich Speicherplatz, bedeutet aber auch, dass die Daten vor einer Bearbeitung erst wieder entpackt werden müssen.
  4. Anwendungszweck: Eine Synchronisierung hält Daten verfügbar, ein Backup dient dem Datenschutz.

Weitere Details zum Thema Backup vs. Synchronisierung finden Sie hier.

4. Was ist der Unterschied zwischen Backup, RAID und NAS?

In der Diskussion um Datensicherung mit NAS wird oft empfohlen, ein Backup mit RAID zu erstellen. Die Verwechslung von NAS, Backup und RAID führt jedoch zu falscher Sicherheit: Daten auf einem NAS im RAID-Verbund zu speichern ist nicht gleichbedeutend mit einem Backup.

NAS (Network Attached Storage) = Ein netzwerkgebundener Datenspeicher, der Zugriff auf einen Festplattenverbund bietet und Software zur Sicherung und Verwaltung von Daten mitbringt.

RAID (Redundant Array of Independent Drives) = Ein Festplattenverbund aus mindestens zwei parallel arbeitenden Laufwerken (HDDs oder SSDs).

  • Es gibt verschiedene RAID-Typen, jeder optimiert für spezielle Anforderungen.
  • Abgesehen von RAID 0 werden Daten in den meisten RAID-Systemen gespiegelt und sind damit redundant.
  • Dient der Datenverfügbarkeit: Fällt eine Festplatte aus, sind die Daten auf anderen Laufwerken weiterhin verfügbar (außer bei RAID 0).
  • Ein RAID allein schützt nicht vor versehentlichem Löschen oder Cyberangriffen.

Backup = Das zusätzliche Sichern von Daten auf einem separaten Datenträger (z. B. einem NAS).

  • Im Gegensatz zum RAID werden Daten nicht ständig gespiegelt.
  • Ermöglicht die Wiederherstellung alter, unbeschädigter Dateiversionen im Notfall (z. B. nach einer Ransomware-Attacke).

Fazit

Backup, Synchronisierung und RAID erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Ein Backup schützt vor Datenverlust, Synchronisierung hält Daten auf mehreren Geräten aktuell, und RAID erhöht die Verfügbarkeit bei Hardware-Ausfällen – ersetzt aber kein Backup. Eine einfache Möglichkeit für lokale, automatisierte Datensicherung bieten NAS-Systeme. Entscheidend ist: Ein NAS ist nur dann Teil eines echten Backup-Konzepts, wenn die Daten zusätzlich an einem weiteren Ort gesichert werden, etwa auf dem PC, in der Cloud oder auf einem zweiten NAS.


Synology bietet dafür lizenzkostenfreie Backup-Lösungen für Privatnutzer und Unternehmen. Für Unternehmen, die eine zentral verwaltbare Datensicherung mit integrierten Sicherheitsfunktionen suchen, gibt es zudem dedizierte Backup-Appliances der ActiveProtect-Serie. Im aktuellen PUR-S 2026 von techconsult gehört Synology damit zur Spitzengruppe im Bereich Backup & Recovery und erreicht Platz 1 bei der Anbieterzufriedenheit.


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