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Unbegrenzter Speicherplatz: Braucht man den wirklich?
Stefan Hedwig
29. November 2022

Unbegrenzter Speicherplatz: Braucht man den wirklich?

Erfahren Sie, warum man unbegrenzten Speicherplatz nicht wirklich braucht und man sich den „All-you-can-Style“ auch sparen kann.

Ich kann mich noch gut daran, wie aufgeregt ich war, als ich meine erste 1-TB-Festplatte kaufte. Damals war das noch eine wirkliche Ausnahme. Speicherplatz war sperrig und teuer! Seit geraumer Zeit jedoch sind Festplatten so viel größer und billiger geworden. Und damit geht ein viel beobachtbarer Trend einher: Es scheint eine unstillbare Nachfrage nach mehr zu geben – so als ob, je größer und mehr, tatsächlich immer besser wäre. Diese Mentalität spiegelt sich auch im Cloud-Sektor wider. So rühmen sich einige Anbieter mit unbegrenztem Speicherplatz – frei nach dem Motto: „Je mehr Speicherplatz, desto besser“.

Der Instinkt des menschlichen Gehirns

Oft ziehen uns unbegrenzte Abo-Pläne oder All-you-can-Angebote an und häufig sind wir sogar bereit, mehr für diese zu bezahlen als für vergleichbare limitierte Angebote. Auch im Bereich der Cloud-Backups lässt sich dieser Trend von unbegrenztem Speicherplatz beobachten.

 

Gehirn Funktionsweise

Das menschliche Gehirn

Das hat natürlich diverse Gründe. Zum einen sind wir darauf konditioniert, mehr zu wollen. Zum anderen sind wir kosten- und nutzenorientiert und tendieren somit dazu, das Paket zu wählen, das uns im Vergleich zu einem Referenzwer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis verspricht. In unserem Szenario wären die Referenzwerte die unterschiedlichen Abo-Optionen unterschiedlicher Cloud-Anbieter. Stehen mehrere Optionen zur Wahl, wie begrenzte und unbegrenzte, und liegen diese preislich nicht zu weit auseinander, so wählen Verbraucher oft die unbegrenzte Variante und zahlen drauf. Und das sogar auch dann, wenn sie nicht mehr Speicherplatz ausschöpfen, als sie es mit der begrenzten Option täten. Das unlimitierte Angebot, hier also der unbegrenzte Speicherplatz, erweckt nämlich den Eindruck einer besseren Investition.

Was Opportunitätskosten mit unbegrenzten Speicherplatz zu tun haben

Hinzu kommt, dass jedes Mal, wenn wir eine Entscheidung treffen müssen, die einer Rationalisierung bedarf (wie z. B. ein Abo abschließen oder eine Investition tätigen), wir die sogenannten „Opportunitätskosten“, also Kosten für einen potentiell entgangenen Gewinn oder Nutzen, berechnen. Verständlicherweise ist dies ein Vorgang, der den wenigsten Menschen Spaß macht, da man sich a) entschieden und b) das Risiko einer falschen Entscheidung in Kauf nehmen muss. Jedes Mal, wenn wir uns also entscheiden müssen, welche Alternative wir wählen, stehen wir wortwörtlich vor der Qual der Wahl und müssen rationalisieren, für welches Angebot wir uns entscheiden. So wählen wir häufig die scheinbar bessere Investition: das unbegrenzte Angebot.

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Die Qual der Wahl

Laut Dan Ariely, Professor der Psychologie und Verhaltensökonomik an der Duke University, verlagern All-you-can-Angebote, also Angebote, die nicht limitierten Konsum anbieten, zudem unseren Fokus weg von dem Pain Point der potentiellen oben erläuterten Opportunitätskosten. In den Vordergrund rückt das Gefühl, ein Angebot entspannt nutzen und genießen zu können, ohne dass man eine festgelegte Obergrenze und die ab da bestehenden Beschränkungen im Hinterkopf hat. Laut Ariely verändert dies unsere Nutzererfahrung so enorm, dass viele Nutzer einzig und allein für diese Bequemlichkeit bereit sind mehr zu zahlen².

Doch braucht man unbegrenzten Speicherplatz wirklich?

Diejenigen, die Daten sichern, sind sich des Risikos des Datenverlusts bewusst und haben dementsprechend Angst, ihre Daten zu verlieren. Ware sie ihre komplette Speicherkapazität genutzt, so könnten sie ihre Daten nicht mehr sichern. Aber ist es das wirklich wert, für unbegrenzten Speicherplatz zu bezahlen? Oder anders formuliert: Haben diese Nutzer wirklich unbegrenzt viele Daten zu sichern?

 

Vector Illustration Young Gamer Sit In Front Of A Screen And Playing Video Game. Wearing Headphone.

Ein Gamer beim Spielen

Nehmen wir Gamer als Beispiel. Selbst wenn diese viele große AAA-Spiele sichern, benötigen sie wahrscheinlich nur ein paar hundert GB, im äußersten Fall TB. Ganz zu schweigen von Gelegenheitsnutzern mit geringer Computernutzung. Diese sind zumeist schon mit 500 GB gut bedient, denn bei Backups werden normalerweise nicht jedes Mal aufs Neue alle Daten gesichert, sondern nur die neu hinzugekommenen. Mit anderen Worten: Der durchschnittliche Privatnutzer braucht nicht unbegrenzt viel Speicherplatz. Auch hier ist das Werben mit unbegrenztem Speicherplatz also oftmals nur ein psychologischer Trick, welcher unser Bedürfnis nach Sicherheit und Bequemlichkeit ausnutzt.

Die Grenzen des unbegrenzten Speicherplatzes

Viele unbegrenzte Angebote sind zudem nicht wirklich ohne Einschränkungen. Schauen wir uns an, warum das so ist. Auf dem Markt funktionieren Cloud-Backup-Dienste aktuell im Allgemeinen nach diesen Preismodellen:

1) Zahlung pro GB oder TB,

2) Lizenzierung pro Gerät plus Speichergebühren und

3) Speicherplatz ohne Obergrenze mit Lizenzgebühren.

Wenn Sie jetzt denken, dass das letzte Preismodell zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist es das auch oft.

Trotz des Versprechens, dass der Speicherplatz unbegrenzt ist, sind solche Tarife nämlich oftmals erstaunlich intransparent. So fallen hier meist Extrakosten für Aufbewahrung und Wiederherstellung an. Außerdem geben nicht alle Anbieter ihre Aufbewahrungsrichtlinien klar an. Es besteht also immer die Möglichkeit, dass die gesicherten Daten nach bspw. 30 Tagen entfernt werden, ohne dass die Nutzer informiert werden oder es merken.

Eine weitere Einschränkung, die von einigen Anbietern gerne genutzt wird, ist, dass, ab einem bestimmten Speichervolumen, die Up- und Download-Geschwindigkeiten reduziert werden. Das verlangsamt das Laden enorm. Darüber hinaus können bestimmte Dateitypen von der automatischen Sicherung ausgeschlossen werden. Carbonite zum Beispiel lädt bestimmte Dateien und Ordner standardmäßig nicht in die Cloud hoch. Zwar kann man diese Daten natürlich sichern, der Haken ist hier aber, dass man dies nur manuell tun kann.

C2 Backup – kein unbegrenzter Speicherplatz, dafür unbegrenzt viele Geräte

C2 Backup bietet keine All-you-can-Lösung mit unbegrenzten Speicher an. Stattdessen gibt es eine transparente, flexible Lösung, bei der der Kunde im Mittelpunkt steht. Um den Nutzer bestmöglich zu unterstützen, gibt es ein nutzungsabhängiges Preismodell, sodass Nutzer selbst entscheiden können, wie viel Speicherplatz sie wirklich brauchen.

 

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C2 Backup Benutzeroberfläche

Wir wissen, dass es wichtiger ist, Daten von mehreren Geräten aus zu sichern als unbegrenzten Speicherplatz zu haben. Da die meisten von uns täglich mit zwei oder mehr Rechnern, privat und beruflich, jonglieren, unterstützt C2 die Möglichkeit Backups von einer unbegrenzten Anzahl von Geräten zu erstellen. So hat man eine einzige zentrale Kontrollstelle für alle seine Daten.

Flexible Aufbewahrungspolitik bei C2

Anders als viele Anbieter, die unbegrenzten Speicherplatz für ihre Backup-Lösungen anbieten, müssen Nutzer für zusätzliche Computer bei C2 nicht bezahlen und auch nicht ihre Datenhistorie manuell nachverfolgen. Es gibt keine versteckte Aufbewahrungsfrist und es wird immer die aktuellste Version ihrer Daten aufbewahrt. So können Nutzer ihre digitalen Daten ganz frei nach ihren eigenen Bedingungen verwalten und nicht nach unseren Richtlinien.

C2 Backup - Aufbewahrungsrichtlinie GUI

C2 Backup Versionierungen

C2 Backup 30 Tage kostenlos testen

C2 Backup ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich: für Privatpersonen und für Unternehmen. Beide Versionen bieten eine Reihe von Funktionen und Preisplänen. So findet jeder das, was am besten zu seinen Bedürfnissen passt. Ganz gleich, ob Sie Daten von Ihrem privaten PC oder von einer Unternehmenssuite wie Microsoft 365 sichern möchte, Sie erhalten die richtige Lösung. Erfahren Sie mehr über C2 Backup und testen Sie es 30 Tage lang kostenlos.

 

¹Briesch, R. A., Krishnamurthi, L., Mazumdar, T., & Raj, S. P. (1997). A comparative analysis of reference price models. Journal of Consumer Research, 24(2), 202-214

² https://www.youtube.com/watch?v=PCujWv7Mc8o