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ActiveProtect Manager (APM) 2.0: Wie proaktiver Ransomware-Schutz für Unternehmen jeder Größe aussieht
Stefan Hedwig
7. September 2026

ActiveProtect Manager (APM) 2.0: Wie proaktiver Ransomware-Schutz für Unternehmen jeder Größe aussieht

KI-gestützte Ransomware-Angriffe treffen längst nicht mehr nur Konzerne. Auch kleine und mittelständische Unternehmen geraten zunehmend ins Visier, da ihnen häufig im Vergleich zu Großunternehmen kleinere IT-Teams, begrenzte Budgets und weniger spezialisierte Sicherheitsressourcen zur Verfügung stehen. (1) Genau hier setzt Synology mit ActiveProtect an: einer speziell für Backup und Wiederherstellung entwickelten Appliance-Lösung, die Unternehmensdaten auf Enterprise-Niveau schützt – unabhängig von der Unternehmensgröße.

Mit dem Update ActiveProtect Manager (APM) 2.0 erweitert Synology die Plattform um proaktive Cyber-Resilienz-Funktionen: KI-basierte Anomalieerkennung, Malware-Scans vor der Wiederherstellung, Storage-Verschlüsselung sowie granularere rollenbasierte Zugriffskontrollen. In Kombination mit bereits bestehenden Sicherheitsfunktionen wie WORM und Air-Gapping unterstützt das Unternehmen dabei, ihre Backup- und Recovery-Strategie zukunftssicher aufzustellen.

Zusätzlich erweitert die neue Version die Plattformunterstützung um weitere On-Premises- und Cloud-Umgebungen, stärkt die Abwehr gegen Ransomware und baut die Optionen für Remote-Storage aus.

Was ist neu in ActiveProtect Manager 2.0?

Was ist neu in APM 2.0
Neue Plattformunterstützung
  • Nutanix AHV
  • Proxmox VE
  • Amazon EC2
  • Azure VM
  • Google Workspace
Proaktive Ransomware-Abwehr
  • KI/ML-Anomalieerkennung In Kürze
  • Malware-Scan vor Wiederherstellung In Kürze
  • Benachrichtigung per SNMP-Trap
Erweiterter Enterprise-Schutz
  • Storage-Verschlüsselung
  • Zusätzliche Rollen-Delegation für RBAC
Neue Remote-Storage-Ziele
  • Azure Blob Storage
  • Weitere Synology NAS-Modelle

Welche neuen Plattformen unterstützt APM 2.0?

Moderne IT-Umgebungen laufen selten auf nur einem Hypervisor oder einer Cloud-Plattform. APM 2.0 erweitert den Schutz auf Proxmox VE, Nutanix AHV, Google Workspace, Amazon EC2 und Azure VM – verwaltet und überwacht über eine einzige, zentrale Konsole.

Auch bei der Wiederherstellung bleibt es flexibel: Backups lassen sich in Cloud-, virtuelle oder physische Umgebungen zurückspielen, darunter Azure VM, Amazon EC2, Proxmox VE, Hyper-V und VMware. Das beschleunigt die Recovery, vereinfacht Workload-Migrationen und reduziert die Abhängigkeit von einer einzelnen Plattform.

Wie funktioniert die KI-gestützte Anomalieerkennung?

ActiveProtect setzt künftig auf KI/ML-gestützte Anomalieerkennung sowie Malware-Scans vor der Wiederherstellung, um die Cyber-Resilienz zu stärken. Beide Funktionen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Ist die Anomalieerkennung aktiv, analysiert ActiveProtect Backups auf Auffälligkeiten und markiert Abweichungen automatisch. Bei den Malware-Scans vor der Wiederherstellung lassen sich Drittanbieter-Lösungen wie Microsoft Defender, Bitdefender oder ESET einbinden, um Backup-Daten vor der Rücksicherung auf Schadsoftware zu prüfen.

Werden Anomalien oder Bedrohungen erkannt, kann ActiveProtect das angebundene SIEM/SOAR-System direkt per Syslog-Weiterleitung, SMTP-Benachrichtigung oder SNMP-Trap informieren. Sicherheitsteams müssen ActiveProtect damit nicht separat überwachen und stellen sicher, dass ausschließlich geprüfte, vertrauenswürdige Daten zurückgespielt werden.

Was bringt die Storage-Verschlüsselung für Compliance und Datenschutz?

ActiveProtect bietet optionale Storage-Verschlüsselung auf Volume-Ebene, bei der die Schlüssel lokal auf dem Gerät gespeichert werden. Das schützt sensible Daten vor unbefugtem Zugriff – etwa bei Diebstahl der Hardware – und unterstützt Unternehmen dabei, Vertraulichkeitsanforderungen einzuhalten.

Für Unternehmen im deutschsprachigen Raum ist das ein Aspekt mit direktem Bezug zu aktuellen regulatorischen Anforderungen: Sowohl die NIS-2-Richtlinie als auch die DSGVO verlangen von Unternehmen nachweisbare technische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener und kritischer Daten. Verschlüsselte, unveränderliche (WORM) und air-gapped Backups zählen zu den Kontrollen, die in diesem Zusammenhang regelmäßig gefordert werden. (2)

Ergänzend lassen sich mit den erweiterten rollenbasierten Zugriffskontrollen (RBAC) Berechtigungen feiner abstufen: Die meisten Nutzer erhalten nur Backup-, Wiederherstellungs- oder Leserechte, während ausgewählte Administratoren vollen Konsolenzugriff sowie Ressourcen-Monitoring erhalten.

Welche neuen Remote-Storage-Optionen gibt es?

Neben bestehenden Zielen wie Amazon S3, Wasabi Cloud Storage und C2 Object Storage unterstützt ActiveProtect nun auch Azure Blob Storage sowie zusätzliche Synology NAS-Modelle (etwa aus der FS-Serie und den ’22–’25-Serien) als Ziel für Backup-Kopien oder Tiered-Storage zur Langzeitarchivierung und zur Erfüllung regulatorischer Aufbewahrungspflichten.

Für wen lohnt sich ActiveProtect Manager 2.0?

ActiveProtect Manager 2.0 richtet sich an Organisatoren, die in heterogenen Umgebungen mehrere Hypervisoren, Cloud-Workloads und SaaS-Dienste gleichzeitig absichern müssen – unabhängig davon, ob bereits Synology-Systeme im Einsatz sind. Für Unternehmen, die schon auf Synology-Hardware setzen, ergänzt APM 2.0 bestehende Backup-Strategien um zusätzliche Ziele und Kontrollen. Mit der vorkonfigurierten Hard- und Software können auch Organisationen ohne bisherige Backup-Infrastruktur ihren Datenschutz schnell von Grund auf selbst aufbauen.

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Häufige Fragen zu ActiveProtect Manager 2.0

Ist die KI-Anomalieerkennung bereits nutzbar? Nein. Die KI/ML-Anomalieerkennung und die Malware-Scans vor der Wiederherstellung folgen zu einem späteren Zeitpunkt nach dem Start von APM 2.0.

Welche Plattformen kommen mit APM 2.0 neu hinzu? Nutanix AHV, Proxmox VE, Amazon EC2, Azure VM und Google Workspace.

Unterstützt ActiveProtect weiterhin WORM und Air-Gapping? Ja, beide Funktionen bleiben bestehen und werden durch die neuen Funktionen in APM 2.0 ergänzt.

Eignet sich ActiveProtect für NIS-2-Compliance? ActiveProtect bietet mit Storage-Verschlüsselung, WORM und Air-Gapping technische Kontrollen, die in vielen NIS-2-Umsetzungskonzepten eine Rolle spielen. Ob eine konkrete Konfiguration die individuellen Compliance-Anforderungen eines Unternehmens erfüllt, muss im Einzelfall mit der eigenen Rechts- bzw. Compliance-Abteilung geklärt werden.

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