→ Minuten
→ 4 Stunden
→ < 1 Std.
Manuelle Prozesse, träge Wiederherstellung, aufwendige Audits: Viele Unternehmen merken erst beim nächsten Zwischenfall, wie dringend ihre Backup-Strategie modernisiert werden muss. Bei Toyota Motor zeigte sich mit wachsendem Datenvolumen ein Problem, das unabhängig von der eingesetzten Technologie viele IT-Teams kennen: Was an einer Stelle Kosten sparte, kostete an anderer Stelle wertvolle Zeit.
Wie Toyota seine Backup-Strategie modernisierte und welche Verbesserungen es damit erreichte, lesen Sie in diesem Beitrag.
Das Problem: Wachstum, das die alte Lösung überfordert
Toyotas Produktionsdaten wuchsen jährlich um 10 bis 30 %: CAD-Dateien, Produktionsprotokolle, langfristige Betriebsaufzeichnungen. Bisher setzte das Unternehmen auf Tape-Backups. Die Folge: Alle paar Wochen mussten neue Tapes beschafft werden, weil die Technologie keine Deduplizierung kennt. Backups zogen sich über mehrere Tage hin.
Noch gravierender war der Aufwand im Tagesgeschäft. Offsite-Backups bedeuteten manuelles Tape-Handling – entnehmen, transportieren, rotieren. Im Ernstfall, etwa bei einem Cyberangriff, dauerte die Wiederherstellung dadurch mehrere Tage. Für ein Unternehmen, das sich keine längeren Ausfallzeiten leisten kann, ein erhebliches Risiko.
Hinzu kam: Über mehrere Standorte hinweg fehlte der Echtzeit-Überblick. Toyota beschrieb es selbst als wiederkehrende „blinde Flecken“.
Die Entscheidung: weg vom Tape, hin zur modernen Lösung
Toyota suchte nach einer Lösung, die zwei Dinge gleichzeitig leistet:
- belastbaren Schutz vor Cyberangriffen und
- deutlich weniger manuellen Aufwand.
Die Wahl fiel auf ActiveProtect. Die dedizierte Backup-Appliance von Synology.
Rund 50 geschäftskritische virtuelle Maschinen und Server wurden seitdem mit unveränderlichen Backups und Offsite-Replikation abgesichert, 150 weitere virtuelle Maschinen über fünf Standorte hinweg gesichert und repliziert. Trotz dieser verteilten Struktur lässt sich heute alles zentral über ein einziges Dashboard steuern: Backup-Fortschritt, Kopien, Speicherauslastung, alles in Echtzeit sichtbar.
Das Ergebnis in Zahlen
Über alle Bereiche hinweg – von der täglichen Sicherung bis zur jährlichen Prüfung – zeigt sich ein klares Muster: Was früher Tage dauerte, ist mit ActiveProtect heute in Stunden oder Minuten erledigt.
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Vorher (Tape)
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ActiveProtect
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|---|---|---|
| Backup-Dauer | Mehrere Tage | Innerhalb 1 Tag |
| Wiederherstellung | Mehrere Tage | Minuten |
| Audit-Vorbereitung | Bis zu 5 Tage | Bis zu 4 Std. |
| Recovery-Test | Rund 2 Tage | Innerhalb 1 Std. |
Ein zentraler Treiber dahinter ist intelligente Deduplizierung: Sie erkennt redundante Datenblöcke über alle Backups hinweg und speichert sie nur einmal. Das senkt den Speicherbedarf um bis zu 80 % und beschleunigt zugleich die Backups selbst, da insgesamt weniger Daten verarbeitet werden müssen.
Bei der Wiederherstellung kommt ein zweiter Effekt hinzu: Toyota greift direkt auf das Backup-Repository zu, ganz ohne das frühere Suchen, Transportieren und Einspielen physischer Tapes.
In Summe ergibt das für Toyota einen um 90 % reduzierten operativen Aufwand, bei gleichzeitig erhöhter Cyber-Resilienz.
Mehr als nur Technik: ein Kulturwandel
Vielleicht der bemerkenswerteste Effekt: Weil Recovery-Tests früher aufwendig und riskant für die Tapes selbst waren, fanden sie oft nur einmal im Jahr statt, manchmal gar nicht. Mit der neuen, integrierten Sandbox-Umgebung lassen sich Tests heute wöchentlich oder monatlich durchführen, ohne den laufenden Betrieb zu stören.
Toyota beschreibt das selbst als Wandel von „Tests vermeiden“ zu „regelmäßig testen“. Der Mentalitätswechsel gibt dem Team mehr Sicherheit, im Ernstfall tatsächlich vorbereitet zu sein.
Unter dem Strich steht für Toyota mehr als reine Effizienz:
„Wir sparen jetzt mehrere Stunden Arbeit pro Woche und reduzieren gleichzeitig den operativen Aufwand erheblich.„
Steht Ihr Unternehmen vor einer ähnlichen Herausforderung?
Wachsende Datenmengen, hoher manueller Aufwand bei Backup und Recovery, oder die Sorge, im Ernstfall nicht schnell genug wieder einsatzbereit zu sein – das sind Themen, die viele IT-Verantwortliche heute beschäftigen.