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VMware zu Proxmox: Wie ein Backup den Umzug vereinfacht
Stefan Hedwig
14. September 2026

VMware zu Proxmox: Wie ein Backup den Umzug vereinfacht

Kurz zusammengefasst: Ein Wechsel der Virtualisierungsplattform bedeutet ohne die richtige Backup-Lösung meist, jede VM auf der neuen Plattform manuell neu aufzusetzen. Mit Cross-Platform-Restore entfällt das: ActiveProtect stellt Backups direkt auf nahezu jeder unterstützten Zielplattform wieder her – zwischen Azure VM, AWS EC2, Nutanix, VMware, Hyper-V, Proxmox VE und physischen Servern, jeweils in beide Richtungen. Das macht Backup zu einem strategischen Werkzeug für Plattformunabhängigkeit, nicht nur zur reinen Datensicherung.

Wie relevant Souveränität ist, zeigt sich gerade jetzt am Beispiel VMware: Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom Ende 2023 wurden Perpetual-Lizenzen abgeschafft, das Portfolio von rund 8.000 auf wenige Kernbundles reduziert und die Abrechnung erfolgt inzwischen pro CPU-Kern statt pro Sockel, wobei für neue Subscriptions in der Regel eine Mindestbestellmenge von 72 Kernen gilt. [1][2] Die europäische Cloud-Provider-Vereinigung CISPE berichtet bei Mitgliedern von Preissteigerungen zwischen 800 und 1.500 Prozent; AT&T dokumentiert in einer Gerichtsakte eine Steigerung von 1.050 Prozent. [3][4] Proxmox VE gilt besonders für mittelständische und Open-Source-affine Umgebungen als die Alternative. [5]

Genau hier zeigt sich der eigentliche Wert von Cross-Platform-Restore: Es erleichtert nicht nur den Wechsel von VMware zu Proxmox VE, sondern zwischen praktisch jeder Kombination unterstützter Plattformen – unabhängig davon, was der Auslöser für den Wechsel ist.

Zwischen welchen Plattformen funktioniert Cross-Platform-Restore mit ActiveProtect?

ActiveProtect kann Backups, die auf einer Plattform erstellt wurden, direkt auf einer anderen wiederherstellen – ohne die betroffenen VMs von Grund auf neu aufsetzen zu müssen. Die folgende Matrix zeigt, welche Ausgangs- und Zielkombinationen unterstützt werden:

Flexible Wiederherstellung zwischen Plattformen mit Synology ActiveProtect
Azure
VM
AWS
EC2
Nutanix
VMware
vSphere
Hyper-V
Proxmox
Azure VM
AWS EC2
Nutanix
VMware
Hyper-V
Proxmox
Physischer Server
Zeilen = Ausgangsplattform des Backups, Spalten = Zielplattform der Wiederherstellung. „—“ = nicht unterstützt.

Die einzige nicht unterstützte Kombination ist die direkte Wiederherstellung zwischen den beiden Public-Cloud-Anbietern Azure und AWS – in beide Richtungen. Zwischen allen anderen aufgeführten Plattformen, einschließlich physischer Server, ist die Wiederherstellung möglich.

Warum ist nicht jede Proxmox-VE-Unterstützung gleich?

So breit die Matrix auch ist – wie tief die Proxmox-VE-Unterstützung im Detail ausfällt, unterscheidet sich zwischen Backup-Herstellern erheblich. Viele werben zwar mit Proxmox-VE-Support, bieten aber nur eine Basis-Sicherung, ohne die betriebliche Einfachheit, zentrale Verwaltung und Recovery-Tiefe, die Administratoren von VMware gewohnt waren. Das erhöht das Risiko menschlicher Fehler bei Backup-Verwaltung und Wiederherstellung.

Welche Fragen sollten Sie vor der Wahl einer Backup-Lösung für Proxmox VE stellen?

Läuft die Sicherung agentlos? Sichert die Lösung VMs direkt über den Hypervisor, oder muss auf jeder VM ein Agent installiert werden? Agent-basierte Backups erhöhen den Verwaltungsaufwand und lassen VMs ungeschützt, bis jemand manuell einen Agenten installiert hat.

Sind zusätzliche Komponenten oder manueller Pflegeaufwand nötig? Benötigt die Lösung separate Proxys oder Plug-ins? Diese müssen ebenfalls bereitgestellt, gepatcht und verwaltet werden. Jede zusätzliche Komponente erhöht die Komplexität und schafft einen weiteren potenziellen Fehlerpunkt.

Passt die Lösung zur bestehenden VM-Verwaltung? Wenn VMs beispielsweise nach Tags gruppiert sind, sollte die Backup-Lösung Richtlinien auf Basis derselben Tags anwenden können, statt das Team zu zwingen, die VM-Verwaltung an das Tool anzupassen. Das betrifft besonders tag-basiertes Management, auf das viele VMware-Nutzer bereits setzen.

Bietet die Lösung die benötigten Recovery-Optionen? Cross-Platform-Restore ist ein wichtiger Aspekt. Während plattformübergreifende Wiederherstellung für VMware bei vielen Backup-Lösungen ausgereift ist, gilt das nicht immer gleichermaßen für Proxmox VE. Kann eine Lösung Proxmox-Workloads nicht auf die vorhandene DR-Plattform zurückspielen, muss die DR-Architektur unter Umständen an die Einschränkungen der Backup-Lösung angepasst werden – statt umgekehrt.

Wie schneiden Backup-Lösungen für Proxmox VE im Vergleich ab?

Kriterium
Veeam
Commvault
Datto
Synology
ActiveProtect
Backup-Methode
Agentlos
Agentlos
Agent-basiert
Agentlos
Bereitstellung zusätzlicher Komponenten
Erfordert Proxmox-Plug-in und manuell hinzugefügte Worker
Erfordert VSA (Virtual Server Agent) auf jedem Node
Erfordert Datto Agent auf jeder VM
Keine zusätzlichen Komponenten nötig
Granularität der Auto-Protect-Regeln
Kein Backup nach Tag
Kein Backup nach Resource Pool
Nicht unterstützt
Vollständig – nach Cluster, Host, Resource Pool oder Tag
Cross-Platform-Restore (Proxmox → X)
Unterstützt
Nicht unterstützt
Nicht unterstützt
Unterstützt
Cross-Platform-Restore (X → Proxmox)
Nicht als Instant Restore
Unterstützt (nur von VMware)
Nicht unterstützt
Unterstützt
Herstellerangaben laut öffentlich verfügbarer Produktdokumentation, Stand September 2026. Vor Kaufentscheidung aktuelle Herstellerinformationen prüfen.

Wie erleichtert ActiveProtect den Umzug zwischen Plattformen im Detail?

Synology ActiveProtect ist eine All-in-One-Backup-Appliance für virtuelle Umgebungen, die einheitlichen Schutz über VMware, Proxmox VE und weitere Virtualisierungsplattformen hinweg bietet.

Agentlos: ActiveProtect sichert Proxmox-VMs direkt über die nativen APIs und Snapshot-Mechanismen von Proxmox VE – ohne Agent im Guest-Betriebssystem und ohne separaten Proxy.

Geringerer Speicherbedarf durch inkrementelle Sicherung: Über den Dirty-Bitmap-Mechanismus von QEMU erfasst ActiveProtect nur tatsächlich geänderte Blöcke. In Kombination mit globaler Deduplizierung (SURE-Technologie) bleiben Backup-Fenster kurz und der Speicherbedarf auch bei wachsenden VMs überschaubar. Anwendungskonsistente Backups sollen zudem sicherstellen, dass Datenbanken und andere zustandsbehaftete Workloads in einem konsistenten Zustand gesichert werden.

Verwaltung auf Cluster-Ebene: Ein gesamter Proxmox-Cluster lässt sich auf einmal hinzufügen, statt jeden Node einzeln zu registrieren. Schutzrichtlinien können automatisiert nach Cluster, Host, Resource Pool oder Tag definiert werden. Neu erstellte VMs werden automatisch in den bestehenden Schutzplan aufgenommen.

Datensouveränität als strategischer Vorteil: Der eigentliche Mehrwert von Cross-Platform-Restore liegt über die konkrete Migration hinaus in der Unabhängigkeit von einzelnen Plattformanbietern. Unternehmen können flexibel entscheiden, welche Virtualisierungs- oder Cloud-Plattform sie einsetzen, ohne bei einem künftigen Wechsel ihre gesamte Infrastruktur neu aufbauen zu müssen. Ist ein weiterer Plattformwechsel absehbar – etwa durch neue Lizenzmodelle, Kostendruck oder strategische Entscheidungen – macht ActiveProtect den Umzug nicht nur sicher sondern auch einfach.

Häufige Fragen zum Plattformwechsel mit Backup-Unterstützung

Warum ist eine passende Backup-Lösung beim Plattformwechsel so wichtig? Ohne Cross-Platform-Restore muss jede VM auf der neuen Plattform in der Regel manuell neu aufgesetzt werden. Eine Backup-Lösung mit Cross-Platform-Restore erspart diesen Aufwand, indem bestehende Backups direkt auf der Zielplattform wiederhergestellt werden.

Unterstützt ActiveProtect Proxmox VE agentlos? Ja. ActiveProtect sichert Proxmox-VMs direkt über native APIs und Snapshot-Mechanismen, ohne Agent im Guest-Betriebssystem.

Zwischen welchen Plattformen funktioniert Cross-Platform-Restore mit ActiveProtect? Zwischen Azure VM, AWS EC2, Nutanix, VMware, Hyper-V, Proxmox VE und physischen Servern – jeweils in beide Richtungen, mit einer Ausnahme.

Funktioniert Cross-Platform-Restore auch zwischen Azure und Amazon Web Services? Nein. Die direkte Cross-Cloud-Wiederherstellung zwischen Azure und AWS wird von ActiveProtect in keiner der beiden Richtungen unterstützt.

Ist Proxmox VE tatsächlich die häufigste VMware-Alternative in Deutschland? Aktuelle Marktbeobachtungen beschreiben Proxmox VE als die im DACH-Raum am häufigsten genannte Alternative zu VMware, unter anderem aufgrund des offenen Lizenzmodells auf KVM/LXC-Basis. [1]

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Quellen:
[1] cloudmagazin: VMware-Preisschock: DACH-Firmen vor harter Wahl
[2] Broadcom Knowledge Base: VMware Licensing Changes
[3] The Register: CISPE und VMware-Preissteigerungen
[4] TechTarget: AT&T/Broadcom-Verfahren
[5] cloudmagazin: Alternativen im DACH-Markt